Dietlind Henss

Kommende Ausstellungen:

1.

Malerei, Skulptur, Fotografie
23 Künstler*innen des Landrosinen ATELIER-RUNDGANGS stellen aus I 12. April – 05. Juni 2019 I
MUSEUM der SCHWALM I Paradeplatz 1 I 34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Dienstag bis Sonntag und Feiertags von 14:00 – 17:00 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019 I 18 Uhr

2.

Rauschenale – Kunstausstellung an Pfingsten
Die erfolgreichen Kunstfestivals Rauschenale 2016 und 2017 waren herrliche Feste für alle Sinne, besucht von 2500 bzw. 3500 Freunden der schönen Künste.
Rauschenale 3 folgt vom 08.-10.06.2019 (Pfingsten)

Dietlind Henss

Wer bin ich? Ein bisschen Biographisches sei verraten!
Ein Blick zurück nicht im Zorn, eher mit Erstaunen.
An der Leichtigkeit lässt sich noch arbeiten.
Glückstränen gab es viele, Trauer hatte ihren eigenen Unterstrom.
Im Gedächtnis ein Bodensatz, die Hoffnung setzte immer wieder Segel.
Das Meer und seine Inseln haben es mir angetan. Eilande des Glücks formen sich bildlich, sprachlich.
Ein Garten ist ein Garten, liegt mir am Herzen von Kindesbeinen an, wie Großvaters des Gärtnermeisters Hände im Fliederbusch am Apfelbaum.
Geboren in Quedlinburg, im Oktober 1939, als unsere Väter in Polen einfielen, blieben Irritationen durch Krieg und Befreiung zurück.
Marl, seine Zechenlandschaft unter Chemiedunst und die „Insel“  als Kultur- und Bildungsraum wurde zur Teenyheimat.
Nach dem Abi 1959 und während des Marburger Studiums der Philologie, mit Mann Kind Hund machte ich meine Zusage an Nordessen.
Es lebt sich gut hier im Herzen der Bundesrepublik, im Herzen Europas.

In Homberg/Efze bin ich jetzt daheim, am Rande des Knüllgebirges und der Waberner Senke, die so oft von den Höhen mich in den Bann zieht und an die geologischen Vorzeiten erinnert. Vulkanland Nordhessen lässt grüßen.

Daheim

Daheim ist der Garten, unser Haus, unsere Nachbarschaft.

Lebensbaum mit Pigmentbemalung und vielstämmige Catalpa im Blickfeld

Engelsflügel – Anmutung von Helmuts Skulpturen – Schatten über Grün

Lichtblitze am Teich – späte Blühbilder – der Himmel meint es gut – danke

Garten

Projekte

Mein Diplom als Landschaftsplanerin liegt fast 12 Jahre zurück. Pläne, begleitete Ausführungen hinterließen Spuren an Orten, die nicht gegensätzlicher sein können. Der Arolser Alte Friedhof und der Garten der Alten Sparkasse in Homberg weisen sie aus, die Handschrift der Umwandlung, der Umdeutung, der Neubespielung

  • Kommende Projekte:

10.08.- 26.08. Kunst-Ausstellung DA-sein – Künstlerische Positionen zu den existentiellen Fragen

Offene Ateliers / Atelier-Rundgang 2018 , Samstag 22. + Sonntag 23. September von 11-18 Uhr

    • Die angekündigten Projekte im Sommer 2018 sind beendet und haben Spuren hinterlassen: Vertrauen zu eingeschlagenen Wegen des künstlerischen Schaffens, darüber hinaus neue Freundschaften.
    • Das Projekt DAsein ergänzte die Serie Totenmasken-Zeichungen mit einer Monotypie-Serie „Eingebettet-Sein“.
    • Was könnte bleiben von den fünf Dichterinnen, in deren Totenmasken ich im Sepulkralmuseum Kassel fossile Anmutungen entdeckte? Die ureigenen Sedimente ihrer Schlüsselgedichte mit dem urzeitlichen Fundort Messel und deren fossilen Tierwesen zu verschmelzen, erhebt Fragen nach Grube und Grab, dem Bleibenden, Hinüber-Geretteten.


M. L., Kaschnitz, Bleistiftzeichnung auf Papier, 25x32cm, Totenmasken“ Serie 1-5, 2000
M.L. Kaschnitz

„Gebettet-Sein“ Serie 1-5, Druck auf Papier, 2018

    • Bilanz des Landrosinen Atelierbesuchs 2018: Die greifbare Nähe zu Besuchern, deren AugenFlüge zu GletscherStrömen, BaumWesen und meine Verwunderungen und Gefühlsverstrickungen den eigenen Bildobjekten gegenüber lassen auch im Nachhinein an ein Abenteuer denken. Das große Abräumen ernüchtert. Die Frage nach der „Neuaufstellung“ auf dem zukünftigen Spielfeld webt noch keine Kunst-Teppiche für neue Entrees.


BaumWesen „Baum 426“, Fotodruck Digitale Malerei, 20×30 cm, 2018

GeoMale „GletscherCorpus“, Öl auf Acrylglas, 50×60 cm, 2018

  • Susanne Weik (Autorin) über den Atelierbesuch:
  • „Dietlind Henss – Sie hat die Ausstrahlung und die Gestik einer quicklebendigen jungen Frau, voller Begeisterung fürs Malen und Gestalten, fürs Ausprobieren und dafür immer wieder Neues zu wagen. Dabei hat sie schon ein recht langes Leben hinter sich, wohnt mit ihrem Mann seit über vierzig Jahren im großen wunderschönen Haus und Garten im Osterbach, hat zwei eigene Kinder, einen Adoptivsohn großgezogen und zwei Pflegekinder über Jahre hin betreut, ist Diplomlandschaftsarchitektin, hat in den USA an einer Sommer-Universität als Gastprofessorin im Fachbereich Deutsch unterrichtet – und malt seit vielen Jahrzehnten.
    Wir stehen in ihrem Atelier inmitten ihrer Bilder. Ich schaue nach oben und sehe, dass sich auf der Galerie unzählige weitere Bildobjekte stapeln: Ausdruck ihrer jahrzehnte-langen Schaffensfreude.
    Sie führt uns von einem Bild zum nächsten. Es sprudelt nur so aus ihr heraus: Geschichten, Hintergründe ihrer Bilder, Erlebnisse. Sie malt mit Pigmenten und Bindemitteln, Kreiden, in Öl, auf Leinwand, Tierhäuten, Acrylglas, Holz, ausgedienten Schieferplatten, macht Holzschnitte – und hat neuerdings das digitale Malen entdeckt.
    „Da muss ich schon keine Pinsel auswaschen“, meint sie dazu und zeigt auf ihre etwas eingeschränkte Hand.
    Genau diese Bilder betrachten wir gerade und wir sind fasziniert von ihren „Baumwesen“. In eigenen Fotos, dann mit einem Bearbeitungsprogramm übermalt, kehrt sich das innere Leben der alten Bäume nach außen, drückt sich durch Linien, Punkte und ungewöhnliche Farbflächen aus. Sie selbst schreibt dazu in einer sehr poetischen Weise: „Den Bäumen eine imaginäre Haut überzustreifen, entsprechend ihrer Körpergestik, mag verrückt erscheinen. Der Baum erfindet sich neu. Weit weg von lebloser Materie geistert er ins digitale All.“
    GeoMale nennt sie ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten. Im großen Garten der Landschaftsarchitektin stehen hohe Bäume, es gibt zwei Teiche und viel Kunst, die sich zwischen den Blumen und dem Gras verbirgt. Ihre Naturverbundenheit springt fast aus jedem ihrer Bilder – sowohl den digital übermalten Landschaften, dem in Acryl gemalten Niederrhein, der in seiner untersten Schicht das Rheingold versteckt – wie sie uns erklärt, – als auch in ihren ebenfalls neuen Gletscherbildern, in denen sie ihre Betroffenheit über das Gletscherschmelzen künstlerisch vermittelt, zum Beispiel als Gletscherformation in wunderschön klaren Farben auf großen Acrylglasplatten und auch in Kleinformaten auf Schieferplatten:
    „Gebirgsmaterie quasi in Handformat spiegeln den rasanten Schmelzkurs alpiner Eisriesen“, ist ihr Text dazu. „Landschaftsmalerei dockt an Klimaarchiv.“ Bücher liegen bereit, die durch Fotos aus verschiedenen Zeiten die Auswirkung der Klimaveränderung in den Alpen und an den Polen dokumentieren. Besonders berührt und schockiert das Ölbild „Der letzte Tanz“: ein sterbender Gletscher, erst auf den zweiten Blick als langgestrecktes weißes Tier zu erkennen inmitten unruhiger Farblinien felsig strukturierter Berge.
    Sie zeigt uns noch frühere Werke, gelungene Akte, Portraits und zum Schluss ihre unverkäuflichen Tierheiligen. Wenn sie vor denen steht, sieht sie aus, als hätte sie die Seele einer Schamanin, die tief in das Erdgedächtnis schaut, Schätze daraus mit Farben zum Vorschein bringt und sie uns zeigt.
    Dietlind Henss ist die älteste der Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen des Atelierrundgangs Schwalm-Eder ausgestellt hat, eine warmherzige, engagierte Frau und eine Künstlerin, die ihre Tiefe und ihre unerschöpfliche Kreativität mit großem Talent und lebenslanger Mal-Erfahrung in unterschiedlichen Techniken zum Ausdruck bringt.
    Beflügelt und inspiriert vom Besuch in ihrem Atelier verabschieden wir uns.“

  • Abgeschlossene Projekte:

Projekt 1: Ein streng formalistisch gehaltener Ehrenmal-Platz wurde verlegt und einer Räumlichkeit anheimgegeben mit Sandsteinteppich und Rotbuchen-Einfriedung. Gedenken an gefallene Soldaten findet hier an einer gestalteten und nunmehr eingewachsenen Stätte mit starkem Symbolcharakter statt.

          Arolser Alter Friedhof: angegliederter Bereich Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege
Gestaltungelemkente: Sandsteinplatten-Kies-Oval, Trittplatten in Rasenfläche, Rotbuchenhecke



Projekt 2: Die Entwicklungsplanung des Arolser Alten Friedhofs war mir  vom Zeitpunkt seiner Reaktivierung 2004 an eine Herausforderung und Herzensangelegenheit. In enger Zusammenarbeit mit dem Friedhofsamt der Stadt Arolsen und dem Verein Freunde Arolser Alter Friedhof, insbesondere mit Edith Hüttigs unermüdlichem Engagement und Beistand, wurde dieser historische Totenhof mit seinem Bestand an schützenswerten Grabdenkmälern und alten Bäumen zu einer atmosphärisch dichten Bestattungsanlage. Die Planung  und Ausführung der immer noch sich ausweitenden Urnen-Grabstätten haben ehemalige Raum-Strukturen vorsichtig aufgegriffen, die Bestände an Vegetation und Grabmonumenten  sensibel eingebunden oder auch akzentuiert. Wegebelag-Erneuerung, Lückenschließung durch Neuanpflanzung, behutsames Baumfällen, Weiterführung der Urnengrabfelder waren die Schwerpunkte in der Entwicklungsplanung meinerseits. Gestaltungsakzente, Schutzmaßnahmen, sanfte Restaurierung bedeutender Bestattungskultur-Elemente und auch die besondere Form der Patenschaften brachten dem Alten Friedhof, der über lange Zeit aufgelassen und als Park genutzt wurde, Sympathie und Anerkennung ein. Die Krönung all dieser Aktivitäten führte schließlich zum Förderpreis der Deutschen Stifung Denkmalschutz 2009. Einige Planungschritte und Eindrücke über Fotos mögen die Transformation dieses denkmalgeschützten Außenraums beleuchten.

     Licht- und Schattenspiel, Bäume wie Skulpturen und gleichsam eingewachsene Grabmäler, Wegführung und Urnenreihung bebildern den Bestattungsraum heute.

Projekt 3: Der karge Gartenraum einer ehemaligen Sparkasse in einem  sozial auffälligen Stadtviertel verwandelt sich zum Begegnungsraum parallel zur Transformation der Sparkasse zum Kultur- und Begegnungszentrum. Der Fokus „Treffpunkt“, angedockt an einer der Vorskizzen, setzte sich nicht nur im Design durch: Migranten und Flüchtlinge feiern auch im Außenbereich, bespielen den neuen Garten, zu dem die Tür weit offensteht.

  


Der Garten des heutigen Kultur-/Begegnungszentrums    Homberg wird zum Treffpunkt beim Sommerfest 2017.




Der Gartenbereich gliedert sich in verschiedene Ebenen mit Hecken, Kiesbelag mit Trittflächen, Steinen,Sitznischen,
Pflasterdesign-Rondellen und Vegetationsinseln. 

Eingearbeitetes Recycling-Material und ein transparenter Tor- und Eingangsbereich bebildern die Umwandlung des älteren Ortes und den Anbruch einer neuen Zeit.

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